Mit dem Jahr 2001 begann für die Theatergemeinschaft Prutting nicht nur die Zeit der neuen Währung, des Euro, sondern auch der Umzug in die Turnhalle als neuem Spielort. Da die Halle keine Bühne besitzt, also auch keinen Vorhang, der sich nach jedem Akt für den Umbau schließen läßt, musste auch der Bühnenbau neue Wege gehen. So wurde nach dem Motto "nicht kleckern, sondern klotzen", kurzerhand die ganze Halle zur Bühne gemacht. Rundum, immer an der Wand lang, wurden auf einer Gesamtlänge von über 60 Metern insgesamt 8 Bühnenbilder erstellt. Tonnenweise wurden von zahlreichen Helfern Betonsteine, Riegel, Balken, Schalungstafeln und Bretter in die Halle geschleppt. Nach und nach entstand die Kulisse für den "Holledauer Schimmel" mit 2 Wirtsstuben, Nebenzimmer, Kegelbahn, Gerichtssaal, Friedhof und Waldkapelle. Sogar ein Hopfengarten mit eigens aus der Hallertau besorgtem Hopfen fand noch Platz. Das Publikum fühlte sich so in das Spiel eingebunden sichtlich wohl. Es zeigte sich aber auch in den folgenden Jahren, dass ein dermaßen hoher Arbeiits- und Zeitaufwand die Kräfte der Mitglieder auf Dauer verzehren würde. So kristallisierte sich bald der Wunsch nach einem festen Spielort, zum Beispiel einem Theaterstadel heraus. Aber das ist ein anderes, ein neues Kapitel in der Chronik unseres Vereines.