Wir schreiben das Jahr 1895 in einem kleinen idyllischen Dorf im Chiemgau. Der Franzosenkrieg 1870/71 spukt noch in den KΓΆpfen derer, die ihn erlebt haben. Bayern musste seine SelbstΓ€ndigkeit zu Gunsten eines von PreuΓen dominierten und von Bismarck installierten groΓen Deutschland aufgeben. KΓΆnig Ludwig II., der „Kini“, ist 1886 im Starnberger See ertrunken, Bayern unter Prinzregent Luitpold ein reiner Verwaltungsstaat geworden.
Selbst 25 Jahre nach dem Franzosenkrieg feiern vier „Helden“, der Postler, der BrΓ€u, der BΓΌrgermeister und der GroΓbauer, jedes Jahr den Tag, an dem sie, mit dem bayerischen Armeekorps unter General von der Tann, OrlΓ©ans erstΓΌrmt haben. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Im Dorf ist Isabella, ein junges MΓ€dchen, aufgetaucht, dessen Vater jeder dieser Helden sein kΓΆnnte. ZunΓ€chst will keiner der Vier die Vaterschaft ΓΌbernehmen. Als sich aber herausstellt, dass Isabella eine groΓe Wiese mitten im Dorf erben soll, auf die die Helden schon lange scharf sind, Γ€ndert sich alles. Auf einmal hat sie vier VΓ€ter, weil bei einem Verkauf der Wiese der leibliche Vater zustimmen muss. Der Konflikt spitzt sich zu als sich herausstellt, dass der Sohn des BrΓ€u und Isabella einander zugetan sind. VerstΓ€ndlich, dass der BrΓ€u die Liebesgeschichte zwischen den mΓΆglichen Geschwistern verhindern muss. Es geht hoch her im Dorf, die Einrichtung der Wirtsstube wird bei einer Rauferei zerschlagen, die vier Freunde sind zerstritten. Da ΓΌbernehmen die Frauen der vier Helden das Regiment und finden eine ΓΌberraschende LΓΆsung.