Das TheaterstΓΌck „Pestweihnacht“, das um 1630 spielt, zeigt wie die Pest in unsere Heimat kam und wie sich dadurch Krankheit und Tod aber vor allem auch Angst, Not, Hass und Verzweiflung breit machen. Die Menschen suchen nach Schuldigen fΓΌr ihr Leid. Schnell sind es die Fremden β die Menschen am Rand der Gesellschaft – denen die Schuld fΓΌr die schreckliche Situation zugeschoben wird. Nur ein nobliger Herr wird von der Hetzjagd verschont.
Niemand ahnt, dass es gerade er ist, der den Menschen den Tod bringt. Erst am Ende lΓ€sst er seine Maske fallen, zeigt sein wahres Gesicht – ein Gesicht, vor dem man keine Angst haben muss. Das wird deutlich, wenn er sagt: „… bin weder der Anfang, noch bin ichΒ΄s End, bin grad der FΓ€hrmann, der die Menschen ΓΌbersetzt.“
Es ist ein ernstes StΓΌck β ein StΓΌck Geschichte, die nachdenklich macht. Das liegt sicher daran, dass die Freuden und Sorgen der Menschen in jener Zeit unserer gegenwΓ€rtigen Situation in so mancher Hinsicht Γ€hnlich sind. Gerade das Ende macht aber deutlich, dass Leben und Hoffnung schlieΓlich doch die Oberhand behalten.